Storytelling – Fashion Film kreiert Traumwelten

Miu Miu tut es, Gucci sogar mit Superstar Regisseur Chris Cunningham, die spanische Accessoire Marke Uterqüe macht es, auch das junge Berliner Label Gretchen tut es. Die Rede ist von Film, Fashion Film, um genau zu sein. Mode wird nicht mehr nur durch Fotostrecken dargestellt – die Fashion Houses sind auf den Geschmack gekommen, für ihre Brands und neuen Kollektionen faszinierende Bewegtbild- und Klangwelten zu schaffen. Bilderstrecken waren gestern, oder treten in den Hintergrund. Es gibt mittlerweile ganze Ausstellungen die nur Filme zeigen, Storytelling erlebt eine Renaissance und Dibond und Acrylglas werden durch Leinwände ausgetauscht. Models müssen mittlerweile außer gut aussehen auch noch richtig schauspielen.

Die Mode bewegt sich immer mehr, und zwar nicht nur über den Laufsteg sondern nun auch über unsere Bildschirme. Ein ganz neuer Film-Markt, den auch immer mehr smarte Filmemacher für sich entdecken und auf digitale Filmproduktion umsatteln. In Zeiten der Canon 5D Mark II und der Red kein Thema mehr, gedreht wird auf HD, das sowohl auf Youtube gut kommt als auch hochauflösend genug für die Leinwand und für Visuals ist. Transportiert wird ein Image, untermalt mit dem passenden Sound, der extra für de jeweiligen Film produziert wurde.

Außerdem sind die Fashion-Filme, selbst wenn sie aufwändig produziert werden, immer noch um vieles günstiger, als 20 sekündige TV-Spots. Übers Internet verbreiten sich die Filme, soweit sie gut gemacht sind, ganz von selbst und machen Image. Trendtools wie das iPad, übergreifende Glasfaser-Netze und facebook und twitter tun ihr übriges.

Sogar Festivals gibt es schon, wie das A Shaded View On Fashion Film Festival von Online Stil-Ikone Diane Pernet, die die neue Art des Films bewerten und in einen künstlerischen Kontext präsentieren. Denn künstlerisch sind sie, die 30 bis 300 sekündigen Fenster in die Welt einer Luxus-Marke.